Fred Schneckenburger


Fred Schneckenburgers Puppencabaret
Der Bestand der Handpuppen und Stockpuppen Fred Schneckenburgers (1902-1966), die zwischen 1947 und 1966 entstanden, bilden ein einmaliges Konvolut an Spielfiguren, das als Spiegel der Nachkriegsgeschichte zu sehen ist. Für Fred Schneckenburgers Puppencabaret schrieb der Gestalter als Autor teils moralisierend, teils zeitkritische Texte, die durchgehend von bekannten Schweizer Schauspielern und Schauspielerinnen wie Voli Geiler, Margrit Rainer, Ettore Cella oder Ruedi Walter gesprochen und während der Aufführungen ab Band eingespielt wurden. Ab 1948 feierte Fred Schneckenburger in Zürich grosse Erfolge und ging mit dem Figurentheater auf Tourneen in Deutschland und England. 1960 übernahm er die Leitung des Zürcher Marionettentheaters.

Sammlungskorpus
In der Kunstgewerbesammlung befinden sich rund 100 Figuren sowie einige Requisiten.
32 Tonbänder wurden 2011 digitalisiert und bilden mit den Figuren eine – an sich – unverbrüchliche Einheit. Als unerschlossener Bestand liegt eine Dokumentation zu Fred Schneckenburgers Puppencabaret vor, die aus Anzeigen, Korrespondenz, Kritiken und Programmen, Quittungen sowie Fotografien von Michael  Wolgensinger besteht.

Aufarbeitungsstand
Die Informationen zum Figurenbestand aus frühen Inventarkarten sind noch nicht in die elektronische Datenbank eingepflegt. Dadurch ist der Bestand nur in einzelnen Fällen öffentlich einsehbar. Zur Ausstellung im Museum Bellerive (in Zusammenarbeit mit dem Münchner Stadtmuseum) 1991 verfasste die Theaterwissenschaftlerin Hana Ribi den Ausstellungskatalog Fred Schneckenburgers Puppencabaret . Lea Carola Wolgensinger, die Tochter des Fotografen Michael Wolgensinger, die selbst an den Stücken mitgewirkt hat, ist als Zeitzeugin eine wichtige Ansprechperson.

Forschungsvorhaben/Termine
Der Figurenbestand und die Dokumente zu den einzelnen Stücken sollen inhaltlich wieder zusammengeführt werden. Eine grossartige gestalterische Position liesse sich endlich umfassender darstellen. Je nach Fragestellung lassen sich die Forschungsresultate im Bereich der Vermittlung nutzen oder sie fliessen in ein laufendes Ausstellungsprojekt des Museum für Gestaltung ein.

Kontakt
Roman Aebersold, Leiter Sammlungsbetrieb, +41 43 446 67 03.

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