Das Werk von E+U Hiestand


Das Werk von Ernst und Ursula Hiestand im Licht der Oral History
Ernst (*1935) und Ursula Hiestand (*1936) eröffneten 1960 ihr Atelier E+U Hiestand in Zürich, das sie bis 1980 erfolgreich führten. Sie verstanden es, Dienstleistung und funktionelles Design geschickt zur verbinden. Zu ihren Kunden aus Wirtschaft, Industrie und Verwaltung zählten unter anderem die Warenhauskette ABM, die Bally Schuhfabriken, das Shopping Center Spreitenbach, die  Verkehrsbetriebe Zürich und die Schweizerische Nationalbank, für die sie die sechste Banknotenserie gestalteten. Werbung, Corporate Design, Signaletik, Industrial Design, Verpackungs- und Ausstellungsgestaltung gehörten zu ihrem breiten Tätigkeitsfeld. Der Dialog mit den Kunden war ihr Design-Mantra. Dieses zu durchleuchten, in seiner Zeit zu verstehen und für das Heute auszuloten, sind Ziele des Forschungsvorhabens, das Oral History und Werkanalyse verbindet.

Sammlungskorpus
Die Grafik-, Plakat- und Designsammlung sind im Besitz der umfassenden Archive von Ernst und Ursula Hiestand, die ab 1981 ihre Ateliers getrennt führten. Das Archiv der ZHdK, MIZ, beherbergt zudem Unterlagen aus dem Unterricht von Ernst Hiestand, der an der hiesigen Kunstgewerbeschule eine Weile Leiter der Fachklasse für Grafik (1976–1984) war. Beide Grafiker stehen für Interviews zur Verfügung.

Aufarbeitungsstand
Die Arbeiten von Ernst und Ursula Hiestand sind teilweise einzeln auf der Museumsdatenbank TMS erfasst, meistens jedoch in vorsortierten Konvoluten dokumentiert. Das Material ist in nummerierten Schachteln greifbar.

Forschungsvorhaben/Termine
Oral History ist eine wichtige Informationsquelle, die vermehrt für die Aufarbeitung und Dokumentation der Design-Archive zum Einsatz kommen soll. Die Interviews werden als Ton- und Filmdokumente aufgezeichnet und, wo nötig, transkribiert. Die für die Interviews ausgewählten Belegexemplare der Auftragsarbeiten sind vorgängig einzeln zu erfassen und nachträglich vollständig auf der Datenbank TMS zu dokumentieren. Das Projekt erfolgt in Kooperation mit dem Master of Arts in Design, Vertiefung Kommunikation, siehe hier. Die Projektdauer beträgt ca. 6 Monate.

Kontakt
Roman Aebersold, Leiter Sammlungsbetrieb, +41 43 446 67 03.

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