Andreas Christen


Andreas Christen – Designer und Künstler
Andreas Christen (1936–2006) war als Designer und als Künstler tätig. Um beide  Arbeitsbereiche unabhängig voneinander ausüben zu können, unterhielt er in Zürich zwei Ateliers. Als Konstruktivist war er ab Ende der 1960er-Jahre in zahlreichen internationalen Ausstelllungen vertreten. Als Designer entwarf er bereits während seiner Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Zürich eine Stehleuchte, die heute wieder produziert wird. 1960 eröffnete er sein eigenes Designbüro und experimentierte früh mit Kunststoff und Aluminium. Seine Kunststoffmöbel der 1960er-Jahre zählen zu den Pionierarbeiten auf diesem Gebiet. Mit dem ersten Ganzmetall-Bücherregal für den Wohnbereich, produziert von der Schweizer Firma Lehni, schuf er einen Schweizer Designklassiker. Christens Entwürfe beruhen auf präzisen produktionstechnischen Überlegungen sowie hohen Qualitätsansprüchen.

Sammlungskorpus
In der Designsammlung befinden sich nicht nur die wichtigsten Designprodukte von Andreas Christen, sein Nachlass umfasst auch Pläne, Fotografien und Dokumente.

Aufarbeitungsstand
Alle von Andreas Christen gestalteten Möbel und Gebrauchsgegenstände in der Design-
sammlung sind bereits in der Museumsdatenbank erfasst. Die Pläne, Dokumente und Fotografien aus seinem Privatarchiv sind grob sortiert und erst als Konvolute in die Datenbank aufgenommen. Ziel des Projekts ist die Sichtung und Erfassung der Dokumente, eine profunde Recherche und Vernetzung der Daten im Hinblick auf eine Veröffentlichung.

Forschungsvorhaben/Termine
Da Andreas Christen als Künstler und als Designer gearbeitet hat, ist sein Werk nicht an einem Ort gelagert. Zu seinen Designprojekten gibt es ausser in der Designsammlung auch Dokumente bei den Herstellern, als Künstler wird er von der Zürcher Galerie Annemarie Verna vertreten. Ziel der  Forschung ist eine Zusammenführung des Wissens zu Christens Werk und eine Untersuchung der Querverbindungen zwischen seiner künstlerischen und seiner gestalterischen Tätigkeit. Je nach Fragestellung lassen sich die Forschungsresultate im Bereich der Lehre oder Vermittlung nutzen oder sie fliessen in ein laufendes Ausstellungs-/Publikationsprojekt des Museum für Gestaltung ein.

Termine
Ab 2016

Kontakt
Roman Aebersold, Leiter Sammlungsbetrieb, +41 43 446 67 03.

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