Magie der Dinge

Das Produktplakat


Magie der Dinge erkundet eine heute weitgehend ausgediente Werbestrategie im Bereich des Produktplakats: Banale Alltagsdinge verleiten als Objekte der Begierde zum Kauf. Frei von weiterer Kontextualisierung erhalten sie sinnliche Präsenz und magische Aura. Während Ludwig Hohlwein, Lucian Bernhard oder Adolphe Mouron Cassandre bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Wirksamkeit einer Verschmelzung von Produktenamen und Produkt erkannten, erlebte das Sachplakat in der Schweiz in den 1940er Jahren seinen Höhepunkt mit Arbeiten von Niklaus Stoecklin, Peter Birkhäuser oder Otto Baumberger. Heute feiert die magische Darstellung von Dingen im Kulturplakat eine gewisse Renaissance: Es inszeniert gewöhnliche Gegenstände in einer Weise, die sie dem Alltag weit entrückt und ihre
Ästhetik offenbart. Sachfotografie sowie Werbefilme aus der Epoche des Sachplakats ergänzen die Plakatauswahl und verraten teils parallele, teils konträre Ansätze für die Bewerbung eines Produktes.

Kontakt: Roman Aebersold, +41 43 446  67 03

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