Magische Fäden

Marionetten im Zeitalter der Digitalisierung

01.06.2004 - 01.09.2004
Tue–Sun 10am–5pm
Museum Bellerive

Marionetten sind bei weitem weniger verstaubt, als es im ersten Augenblick erscheinen mag, stehen sie doch für eine Metapher, die so alt ist wie die Menschheit: Marionetten sind reduzierte Doubles von uns selbst. In ihrer unscheinbar einseitigen Abhängigkeit vom Puppenspieler widerspiegeln sie unsere eigene Verlinkung zu unzähligen Hierarchien und Organigrammen, die vom grossen Puppenspieler bis hin zu ganz weltlichen Machtstrukturen unseren Alltag, aber auch unser Seelenleben bestimmen. Die Welt ist umspannt von magischen Fäden, und die entscheidende Frage lautet: Wer kontrolliert wen? Bin ich die Marionette oder der Puppenspieler? Der Bogen der Ausstellung, die diesen Fragen auf den Grund gehen möchte, spannt sich von den weltberühmten Marionetten von Sophie Taeuber-Arp, Otto Morach und Fred Schneckenburger bis hin zur digitalen Marionette des Golems in der Filmtrilogie «Lord of the Rings».

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