1968


Eröffnungsausstellung mit Objekten aus der Sammlung

November 1968 bis November 1969
Die erste Ausstellung im Museum Bellerive mit dem Titel «Gewebte Formen» macht mit modernen Wandteppichen bekannt. Schon aus dem Titel lässt sich ersehen, dass Textilien von unkonventioneller Art vorgestellt werden. Die meisten verstehen unter dem Wandteppich eine durch Gobelintechnik gewebte Tapisserie, d. h., technisch gesprochen, ein Gewebe aus Ripsbindung mit unsichtbarer Kette. Die Webkunst, die diese Ausstellung zeigt, stellt keine anekdotischen Inhalte dar. Das entscheidend Neue zeigt sich bei Sheila Hicks darin, dass ihre Wandteppiche nicht nach festgelegten Entwürfen entstehen, sondern sich frei aus dem Webvorgang selbst entwickeln. Sie bringt ihre Formen in unmittelbaren Dialog mit dem Material und dem Webvorgang hervor. Mit dieser Auffassung steht sie keineswegs alleine. Der Verzicht auf den Vorentwurf versetzt den Textilkünstler in eine ähnliche Bewusstseinslage, wie wir sie beim Actionpainter annehmen dürfen. Strukturen und Figurationen entstehen aus dem Webvorgang selbst.

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