Badekultur und Körperkult

07.07.2015 - 09.11.2015

Schweizerische Nationalbank, Fraumünsterstr. 8

In den 1930er-Jahren – mit Eröffnung der grossen Volksbäder – war es Männern und Frauen aller Gesellschaftsschichten erstmals erlaubt, das gemeinsame Baden zu geniessen. Nicht von ungefähr blühte in diesen Jahren die Werbung für Strandbäder und Schwimmbecken und legitimierte die Darstellung des weiblichen Körpers. Teils bereits sehr erotisch-freizügig, zeigen andere Plakate zunächst noch sehr androgyne Frauenbilder. Viele der Plakate jener Jahre erweisen auch der Schweizer Bäderarchitektur Hommage, die oftmals dem „Neuen Bauen“ verpflichtet war. Durch den Verzicht auf aufwändige architektonische Spielereien waren Errichtung und Unterhalt der Volksbäder günstiger, was sich auf die Eintrittspreise auswirkte. Heute hat die Fotografie die Illustration im Plakat weitgehend abgelöst. Zudem ist Bäderwerbung nur noch selten aufzufinden, der sommerliche Badegenuss zur Selbstverständlichkeit geworden. Dennoch bleiben die Zutaten dieselben: leuchtend blaues Wasser und verführerische Badenixen.

Die Plakatausstellung ist zu sehen in den Schaufenstern der Schweizerischen Nationalbank, Fraumünsterstrasse/Stadthausquai, Zürich.

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