Designer Interviews

27.09.2014 - 08.02.2015
Di-So 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr
Toni-Areal
Pfingstweidstrasse 96

In zehn Film-Interviews berichten jüngere und ältere Protagonisten des Schweizer
Designs über ihre Herkunft, ihre Ideen und die Zusammenarbeit mit Produzenten.

Interview mit Aurel Aebi, Armand Louis und Patrick Raymond (Atelier Oï)

Die drei Gründer von Atelier Oï vertreten einen transdisziplinären Gestaltungsansatz und entwerfen Architekturen, Szenografien, Möbel und Produkte. Weil sie sich besonders für Materialien und ihre hochwertige Verarbeitung interessieren, arbeiten sie auch mit Luxusmarken wie Louis Vuitton oder Bulgari zusammen. Parallel dazu betreibt Atelier Oï auch eine eigene Forschung in diesem Bereich und unterhält ein Materialarchiv. Das Dreigespann spricht über das Entwerfen von Luxusgütern und über die Schwierigkeit, eine Idee mit einem Unternehmen umzusetzen.

Interview mit Jörg Boner

Nach der Ausbildung gründete Jörg Boner zusammen mit anderen Produktdesignern die Gruppe N2, die sich nach einem fulminanten Auftritt an der Mailänder Möbelmesse aber wieder auflöste. Seit 1999 führt er ein eigenes Studio und entwirft – vor allem für Schweizer Produzenten – Möbel, Produkte und Leuchten. Jörg Boner spricht über den Wandel vom bildhaften Objekt zum «super normalen» Produkt. In der Schweiz, findet er, gibt es fürs Design noch extrem viel zu tun.

Interview mit Linus B. Fetz

Als Kommunikationsbeauftragter der Firma Eternit AG Niederurnen nahm Linus B. Fetz in den 1990er-Jahren Kontakt mit Willy Guhl auf, um den legendären Strandstuhl von 1954 wieder neu und diesmal asbestfrei zu produzieren. In der Zusammenarbeit mit Eternit und der Entwicklungsgeschichte der Designklassiker Strandstuhl und Elefantenohr zeigt sich Willy Guhls spezielle Herangehensweise an Gestaltungsaufgaben, die er auch seinen Schülern weitergegeben hat. Im Gespräch erzählt Fetz von der Begegnung mit dem Schweizer Designpionier und erläutert dessen Zeichnungen und Fotos.

Interview mit Daniel Freitag

Daniel Freitag hat zusammen mit seinem Bruder Markus 1993 die erste Freitag-Tasche genäht. Bis heute haben die Brüder nicht aufgehört, ihr Designdenken in ihre wirtschaftlichen Überlegungen miteinzubeziehen: Sie bauten die Marke Freitag international auf und vertrauen bis heute auf den Werkplatz Schweiz. Über die Vor- und Nachteile einer eigenen Fabrik und das Ringen um neue, gute Produkte, ohne die Lust am Spiel zu verlieren.

Interview mit Alfredo Häberli

Obwohl er zuerst Deutsch lernen musste, gelang es Alfredo Häberli, sein Diplom als Produktdesigner an der ZHdK als Jahrgangsbester abzuschliessen. Bereits während der Ausbildung entwarf er Ausstellungsarchitekturen für das Museum für Gestaltung und pflegte Kontakt zur internationalen Designszene. Seine Entwürfe für Firmen wie Alias, Driade oder Zanotta verbinden Systemdenken mit Emotion. Im Gespräch erzählt er von seinem ersten Besuch der Mailänder Möbelmesse 1985, von Freundschaften mit Designern und von seinen Erfahrungen mit Produzenten.

Interview mit Christian Harbeke (Nose Design)

Als Mitbegründer von Nose Design ist der Maschineningenieur und Produktgestalter Christian Harbeke verantwortlich für die Gestaltung von Industrieprodukten – das Spektrum reicht hier vom Kletterhaken für die Firma Mammut bis zur Gestaltung des Schlafwagens für die Eisenbahngesellschaft Aserbaidschans. Bei der Innen- und Aussengestaltung eines Zugs gilt es nicht nur die Corporate Design-Vorgaben des Kunden zu interpretieren, sondern auch technischen und wirtschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Christian Harbeke erläutert die Bedeutung von «designed in Switzerland ».

Interview mit Trix und Robert Haussmann

Als Architekten und Gestalter prägten Trix und Robert Haussmann die kritische Auseinandersetzung mit der Moderne durch ihre Räume, Möbel und Produkte. Während ihrer Ausbildung wurden sie an die Gestaltungsprinzipien von Bauhaus und International Style herangeführt, später begannen sie, die erstarrten Konventionen zu hinterfragen. Im Gespräch erzählen sie vom Ernst in der Ironie und von ihrer Auseinandersetzung mit Gebrauchsfunktion und Illusion.

Interview mit Verena Huber

Nach ihrer Ausbildung zur Raum- und Möbelgestalterin bei Willy Guhl an der ZHdK arbeitete Verena Huber als Bauleiterin für die Expo 64 in Lausanne. Weil sie nicht für reiche Bauherren Wohnungen einrichten wollte, baute sie eine Wohnberatung für alle auf und engagierte sich, auch zusammen mit dem Schweizerischen Werkbund, für das von den Bewohnern bestimmte Wohnen. Verena Huber spricht über ihr Elternhaus – einen Vorzeigebau der avantgardistischen Moderne – und über ihre Auffassung vom Wohnen als offenem Prozess.

Interview mit Simon Husslein und Stephan Hürlemann (Studio Wettstein)

Seit dem Tod von Hannes Wettstein 2008 führen seine Mitarbeiter das Studio Wettstein weiter. Simon Husslein und Stephan Hürlemann entwerfen neue Produkte und Möbel und verfolgen dabei das Ziel, den radikalen Gestaltungsansatz von Hannes Wettstein nicht zu kopieren, aber im Sinne einer DNA des Studios weiterzuentwickeln. Simon Husslein und Stephan Hürlemann sprechen über die herausragenden Entwürfe von Hannes Wettstein und ihre neuen Projekte für Nomos Glashütte und horgenglarus.

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