Prêt-à-Porter

Mode im Plakat

12.03.2013 - 08.07.2013

Schweizerische Nationalbank, Fraumünsterstr. 8

Die Plakatausstellung ist zu sehen in den Schaufenstern der Schweizerischen Nationalbank, Fraumünsterstrasse/Stadthausquai, Zürich.

Plakate, die für Bekleidung werben, reflektieren besser als jede andere Plakatgattung den Zeitgeist. Nicht nur in der Art der Plakatgestaltung, auch im Modestil, vor allem aber in den Frauen und Männerbildern, die darin entworfen werden, ist ihre Entstehungszeit ablesbar.

In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts diente Kleidung der sozialen Distinktion. Einen Pelzmantel beispielsweise konnte sich nur die kaufkräftige Kundschaft leisten. Statt Pelz wird seit dem legendären Jahr 1968 aber immer mehr unverhüllte Haut gezeigt. Schöne, leicht bekleidete Frauen haben als Objekt der Begierde trotz Emanzipation nicht ausgedient. Seit den 1980er-Jahren treten aber auch immer häufiger sinnliche Männerkörper in Erscheinung. Heute ist ein bestimmter Modestil vor allem als Ausdruck eines Lebensgefühls zu lesen. Spielerische Selbstinszenierung über die Kleidung, aber auch Mode als Ausdruck des Protests sind an der Tagesordnung. Dabei werden Strassentrends immer schneller von der Haute Couture aufgegriffen. Eine ähnliche Durchlässigkeit zeigt sich auch in den Werbebildern dazu: Inspirationen aus der hohen Kunst oder modefremde Fotografie bestimmen zeitgenössische Kampagnen.

Eine bebilderte Broschüre zur Ausstellung und Prospekte der Sammlung sind an der Portiersloge, Fraumünsterstrasse 8, zu beziehen.

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