Beseelte Produkte in der Plakatwerbung

12.11.2013 - 10.03.2014

Schweizerische Nationalbank, Fraumünsterstr. 8

Das berühmte Michelin-Männchen Bibendum, 1898 von O’Galop entworfen, gehört zum Prototyp der beseelten Werbefiguren schlechthin. Eine kreative Gestaltungslust strahlen alle diese Figuren aus, die vorwiegend aus den Jahren 1930 bis 1950 stammen. Markenartikel eroberten damals zunehmend die Verkaufsregale und verdrängten die anonyme Stapelware. Im wahrsten Sinne des Wortes ging es daher darum, den Waren „ein Gesicht zu verleihen“. Die Vermenschlichung der beworbenen Artikel entführte die Käufer in das geschützte Reich der Kindheit, ein Reich der Märchen und Fabeln, in dem jedes Ding und jedes Tier zum vertrauten Gesprächspartner werden konnte. Die Plakatausstellung "Lachende Würste, fussballspielende Wollknäuel – Beseelte Produkte in der Plakatwerbung" zeigt wie Markennamen und Produkt zur Einheit verschmolzen sind und sich ins kollektive Bildgedächtnis einprägten und dort ein Eigenleben gewannen. Nicht zuletzt sprach diese Werbestrategie auch die Jüngsten an und vermittelte ihnen Vertrauen und Zuversicht in einer Welt voll Unbekanntem.

Die Plakatausstellung ist zu sehen in den Schaufenstern der Schweizerischen Nationalbank, Fraumünsterstrasse/Stadthausquai, Zürich.

Anlässlich dieser 40. Ausstellung sowie des Erscheinens des vierten Sammelbandes der Ausstellungen, findet eine Vernissage statt:
Mittwoch, 13. November 2013, 17.30 Uhr, Metropol, Eingang Stadthausquai 11, 8001 Zürich.
Der Sammelband, eine bebilderte Broschüre zur Ausstellung und Prospekte der Sammlung sind an der Portiersloge, Fraumünsterstrasse 8, zu beziehen.

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