Schwarz und Weiss

08.11.2011 - 05.03.2012

Schweizerische Nationalbank, Fraumünsterstr. 8

Auf den Plakatwänden im öffentlichen Raum begegnen wir meist einer leuchtenden, buntfarbigen Welt. Dahinter verbirgt sich ein einfaches Werbekonzept: Farbe schreit, fällt auf, versinnbildlicht Fröhlichkeit und Lebenslust. Auf einer bewusst gestalterischen Haltung basierend, steht die strenge Konzentration auf Schwarz und Weiss hingegen für einen ästhetischen Entscheid, der die Dringlichkeit der Botschaft verstärken kann. Denn dieser elementarste Farbkontrast beinhaltet
das ganze Universum: Hell-Dunkel, Licht-Schatten, Tag-Nacht. Indem sich die beiden Farben gegenseitig ergänzen und steigern, schliessen sie auch alle anderen Farben ein. In schwarzweissen Plakaten erhalten formale Elemente stärkere Gewichtung, Buchstaben werden als eige nständige Gestaltungsmittel besser wahrgenommen, Fotografie gewinnt symbolische Bedeutung. Nicht zuletzt geht es dabei auch um einen Rückbezug auf die Ursprünge von Schrift, Fotografie,
Film und Illustration, die die Welt zunächst nicht farbig, sondern nur schwarz-weiss zu erfassen suchten. So belegt die Auswahl von Schweizer Plakaten seit 1930, dass Plakate in Schwarz und Weiss mit der oft aufdringlichen Buntheit der Massenkultur durchaus zu konkurrenzieren vermögen.


Eine bebilderte Broschüre zur Ausstellung und Prospekte der Sammlung sind an der
Portiersloge, Fraumünsterstrasse 8, zu beziehen.

  • SUCHE
  • KONTAKT
  • PRESSE
  • GOOGLE MAPS