Tiere auf dem Laufsteg

08.03.2011 - 11.07.2011

Schweizerische Nationalbank, Fraumünsterstr. 8

Tiere im Plakat symbolisieren menschliche Eigenschaften, reflektieren Mensch-Tier-Beziehungen in ihrem Wandel und stehen auch für eine Art von Kreatürlichkeit und Glück, die uns Menschen verlustig gegangen ist.

Die Thematisierung des Tieres in der Bildenden Kunst hat sich seit etwa 1950 radikal verändert. Eine streng anthropozentrische Sicht hat ausgedient, Tiere werden als gleichwertige Kreatur betrachtet und haben sich auch als Kunstgegenstand emanzipiert.

Im Plakat finden sich schon früh Abbildungen von Tieren, meist in rein illustrativem Sinn und ohne aufklärerisches Anliegen. Dennoch lohnt es sich, auch in diesem Medium exemplarisch zu untersuchen, in welcher Weise das Tier zur Darstellung kommt, wie sich der Blick darauf verändert und für welche Produkte es als Werbeträger eingesetzt wird.

Sei es für Alkohol, Bodenwichse oder einen Ballettabend, Tiere als Blickfänger funktionieren in der Werbung äusserst vielseitig und bedienen nicht selten den Jöö-Effekt. Allerdings hat auch im Plakat die Vermenschlichung der animalischen Welt weitgehend ausgedient. Das Zähne putzende Eichhörnchen oder der bekleidete Pinguin gehören der vergangenen Fantasie- und Märchenwelt des gemalten Plakats an. Neben Plakaten, in denen das Tier zum Hauptprotagonisten wird, finden sich auch viele Plakate, die die Tier-Mensch-Beziehung darstellen. Der Hund als treuer Freund des Menschen findet auf vielen Plakaten Abbild. Die Katze als unabhängiges, individuelles Tier ist meist ganz anders präsent. Der Rüssel des mächtigen und gutmütigen Elefanten schliesslich dient nicht nur in Kinderbüchern als beliebtes Bildmotiv.

Eine bebilderte Broschüre zur Ausstellung und Prospekte der Sammlung sind an der
Portiersloge, Fraumünsterstrasse 8, zu beziehen.

Die Plakatausstellung ist zu sehen in den Schaufenstern der Schweizerischen Nationalbank, Fraumünsterstrasse/Stadthausquai, Zürich.

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