einfach komplex

Bildbäume und Baumbilder in der Wissenschaft

30.04.2005 - 04.09.2005
Di-So 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr
Halle, Ausstellungsstr. 60

Der Baum ist eine der häufigsten und auffälligsten Bildfiguren der Wissenschaft. «Baumbilder» machen Strukturprinzipien in unterschiedlichsten Grössenordnungen sichtbar: das in der Ausstellung gezeigte Spektrum reicht von Computerbildern aus dem Nanobereich über Fotos der charakteristisch verästelten Schneekristalle bis hin zur Kartografie weit verzweigter Gewässersysteme. Anders funktionieren dagegen die «Bildbäume». Die prägnante Struktur von einfachem Zentrum und komplexer Verästelung wird hier verwendet, um Ungreifbarem eine oftmals symbolische Gestalt zu verleihen: der Baum wird zur Denkfigur, wenn historische Konstellationen mit Hilfe von Stammbäumen interpretiert werden, oder wenn Baumdiagramme gesellschaftliche Strukturen darstellen. Bilder haben in den Wissenschaften eine grosse Bedeutung, denn sie ermöglichen es, komplexe Phänomene vereinfacht wiederzugeben. Dabei sind wissenschaftliche Bilder immer auch ästhetische Konstrukte. Dies zeigen in der Ausstellung nicht zuletzt Arbeiten von zeitgenössischen Kunstschaffenden, welche sich mit der scheinbaren Natürlichkeit der wissenschaftlichen Baumfiguren befassen.

Die Ausstellung ist Teil des Festivals Science et Cité + BrainFair 2005. Sie ist in Zusammenarbeit mit dem Centre for Visual Studies der University of Oxford entstanden.

Publikation

einfach komplex, Bildbäume und Baumbilder in der Wissenschaft, Museum für Gestaltung Zürich / Barbara Bader, Andres Janser, Marius Kwint (Hg.), 72 Seiten, 2005, ISBN 978-3-907265-02-4, CHF 32.-

 

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