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DAS GESICHT DES MUSEUMS
nach aussen wird wesentlich durch die Architektur des Gebäudes geprägt. Seine strenge Funktionalität ist für die Ausstellungsarbeit Verpflichtung und Herausforderung zugleich.
1933 bezogen Museum und Schule, bis anhin in einem Seitenflügel des nahegelegenen Landesmuseums untergebracht, einen Neubau, über dessen Projektierung heftig gestritten wurde. Heute in seiner funktionalen und ästhetischen Qualität unbestritten, handelt es sich um eines der markantesten Beispiele des Neuen Bauens in der Schweiz. |
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Die Zürcher Architekten Adolf Steger (1888-1939) und Karl Egender (1897-1969) entwarfen den Bau als Manifest: keine historisierende Akademie, sondern ein Gebäude, das gleichermassen als Schule, Laboratorium und modernes Museum funktionieren sollte. Drei flachgedeckte, grosszügig konzipierte Körper schieben sich zu einem L-förmigen Bau zusammen. Sie werden durch ihre Nutzung definiert: an den langgezogenen, gegen das Ufer der Sihl hin gelegenen Schultrakt schliesst sich rechtwinklig der Museumstrakt mit seiner über 1000 m2 grossen basilikalen Halle und einem Galeriegeschoss an. Der prominente Eingang verkörpert vielleicht am deutlichsten die Absage an konventionelle architektonische Lösungen.Über der strassenseitig verglasten Eingangshalle liegt der Vortragssaal, dessen Kubus trotz seines mächtigen Volumens über dem Eingang zu schweben scheint. |
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| (o) Südansicht / (u) grosse Ausstellungshalle |
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HEUTE DENKMALGESCHÜTZT
vermochte der Bau seine strenge Funktionalität seit den dreissiger Jahren zu bewahren. Seither stellt sich das Problem, den Respekt vor dem ursprünglichen Plan mit den Anforderungen an eine zeitgemässe Nutzung des Baus zu vereinbaren. 1998 wurde die letzte Etappe einer umfassenden Aussenrenovation abgeschlossen. |
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